Aktivitäten
RE.F.U.G.I.U.S / 1991-2002
Veranstaltungen und Termine
top
Februar 1991:
Bildung einer Initiativgruppe "REchnitzer Flüchtlings- Und GedenkInitiative Und Stiftung" (Name ist nicht nur eine Abkürzung, sondern auch eine Anlehnung an das lateinische Wort "refugium" = Zufluchtsort);
Initiativgruppe widmet sich den Aufgabenstellungen "Gedenken an die Opfer der Naziherrschhaft in Rechnitz" (Gedenken an die im März 1945 beim Kreuzstadl in Rechnitz ermordeten jüdischen Zwangsarbeiter; Forderung nach Gedenkstätte) sowie " Errichtung eines Hauses für Flüchtlinge in Rechnitz" durch Benefizkonzerten (Reinerlös dieser Konzerte soll dem "Haus für Flüchtlinge" zugute kommen); damit soll ein Aktualitätsbezug hergestellt und eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen werden.
20. Mai 1991:
Klavierkonzert mit Paul Gulda und Lesung mit Peter Wagner im OHO als Start der Initiative;
Erste Benefizveranstaltung für ein "Haus der Flüchtlinge" in Rechnitz.
5. Juli 1991:
Konzert mit Werken klassischer Komponisten mit Bezügen zu jüdischer Volks- und Sakralmusik (P. Gulda, E. Kovacic, V. Hagen, I. Haussmann, P. Hughes und M. Müller).
2. November 1991:
Gedenksteinenthüllung für die Opfer des Kreuzstadlmassakers vom März 1945 und vier Rechnitzer Widerstandskämpfer. Das Rahmenprogramm steht unter dem Motto "70 Jahre Burgenland", weshalb die Vielfalt des Landes musikalisch in Erscheinung tritt (Mitwirkende: Trachtenmusikkapelle und Volkstanzkreis Rechnitz, Roma-Tanz/Gesangsgruppe "Jagallo Rath", kroatische Tamburizza- und Folkloregruppe Güttenbach /Pinkovac, Gruppe "gojim" als Interpreten jüdischer Lieder, Tanzensemble "Ungaresca" aus Szombathely).
top
22. März 1992:
Konzert mit Solobläsern der Wiener Philharmoniker (M. Gabriel, P. Schmidl, R. Janezic, S. Turnovsky) und P. Gulda, die Werke von Mozart und Beethoven spielen.
Am Nachmittag treffen sich Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinden Wien und Graz (u.a. Vizpräsident O.G. Klein) und sprechen, erstmals seit 50 Jahren, beim Gedenkstein in Rechnitz das Totengebet.
23. Juni 1992:
Konzert "Entartete Musik? - Entartete Politik!" mit dem Klangforum Wien und der Cappella con Durezza (Ch. Muthspiel und R. Deppe).
2. Juli 1992:
Konzert "Lockenhaus in Rechnitz": Gidon Kremer und seine Freunde vom Kammermusikfest Lockenhaus (A. Bik, C. Metz, T. Demenga und das Hagen-Quartett) treten - erstmals im Burgenland - außerhalb von Lockenhaus auf.
8. Juli 1992:
Konstituierung des Vereines RE.F.U.G.I.U.S mit den Zielen:
- Erinnerung an die unaufgearbeiteten Greuel der Naziherrschaft.
- Einrichtung eines für Rechnitz passenden Wohnobjekts und einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in Rechnitz.
- Ein Rechnitzer Kulturleben, das zu diesem Thema und zur Region Bezüge aufweist.
- Diese Zusammenhänge sichtbar und fühlbar zu machen, sowie eine "Kultur des Zusammenlebens" zu entwickeln.
- Vernetzung und Koordination von Aktivitäten zu gleichen oder ähnlichen Zielen.
Weiters Formierung der "Kreuzstadl-Initiative" innerhalb von RE.F.U.G.I.U.S auf Anregung des burgenländischen Bildhauers Karl Prantl und Marietta Torbergs, die sich zur Aufgabe stellt, die Ruine des "Kreuzstadl" zu erwerben und vor einem weiteren Verfall zu bewahren.
6. Dezember 1992:
Buchpräsentation "... und da sind sie auf einmal dagewesen" in der Aula der Hauptschule Rechnitz; gemeinsam mit den Burgenländischen Volkshochschulen und der "edition lex liszt 12".
top
17. April 1993:
Konzert mit Albert Thimann & Ensemble "... wo bis du gewejn." Liebeslieder, Arbeiterlieder und Lieder aus dem Ghetto; im Rahmen der Projektreihe der Burgenländischen Volkshochschulen "Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland. Eine Spurensicherung".
9. Juni 1993:
Benefizkonzert für ein "Haus der Flüchtlinge" in Rechnitz: Florian Kitt (Violoncello) & Rita Medjimorec (Klavier) spielen Werke von Schumann, Brahms, Kodaly, Martinu.
17. September 1993:
Benefizkonzert: "Haydn alla Zingarese" - Paul Gulda begibt sich gemeinsam mit einem Streichquartett und einer "Zigeunerbanda" auf die Suche nach den Einflüssen der "Zigeunermusik" bei Josef Haydn.
14. November 1993:
Kreuzstadlübergabe durch die Kreuzstadl-Initiative an den Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Wien im Rahmen einer Gedenkfeier (der Ankauf der Kreuzstadl-Ruine wurde durch eine Spendensammelaktion ermöglicht).
top
1. Mai 1994:
Benefizkonzert: Klavierabend - Paul Gulda spielt Werke von Beethoven, Brahms, Schumann, Smetana.
23. Mai 1994:
Mitveranstaltung und Mitunterstützung der Uraufführung des Films "Totschweigen" von Margareta Heinrich und Eduard Erne im Katholischen Bildungsheim in Rechnitz.
11. Juni 1994:
Benefizkonzert: Jazzabend mit dem Roland Batik - Trio.
19. Juni 1994:
GENERALVERSAMMLUNG im OHO
3. Dezember 1994:
Benefizkonzert: Joseph Joachim, Kittsee 1831 - Berlin 1907. Ein Potrait des großen burgenländisch-jüdischen Geigers mit Veronika Hagen (Viola), Alexander Hohental (Violine), Cordelia Höfer & Paul Gulda (Klavier); aus Briefen und Zeugnissen liest Peter Wagner.
top
11. März 1995:
Konzert RE.F.U.G.I.U.S „im Exil“ / im Kulturzentrum Oberschützen: Veronika Hagen (Viola) & Paul Gulda (Klavier) spielen Brahms, Eder, Hindemith, Joachim; Peter Wagner lies aus "Tetralogie der Nacktheit - 4 Stücke";
nachdem der Gemeinderat von Rechnitz in einer Grundsatzentscheidung vom Dezember 1994 den politischen Zielen des Vereines, insbesondere dem "Haus der Flüchtlinge", die Unterstützung versagt hat, verlagert RE.F.U.G.I.U.S im Gegenzug seine kulturellen Aktivitäten auf Bezirksebene.
26. März 1995:
Gedenkfeier "50 Jahre danach ..." beim Kreuzstadl in Rechnitz und Enthüllung eines Gedenksteines (TeilnehmerInnen: Begrüßung - Paul Gulda & Christine Teuschler, 2. Nationalratspräsident Heinrich Neisser, Oberrabbiner Chaim Eisenberg; Gemeinsames Gebet - Oberrabbiner Chaim Eisenberg, Superintendentin Gertraud Knoll, Generalvikar Johannes Khol; Doron Rabinovici; Bundeminister Rudolf Scholten; Schlussworte - Bgm. Josef Saly, Vizebgm. Heribert Oswald).
Pausierung ("Nachdenkpause") - nur wenige Veranstaltungen, um zumindest im Gedächtnis der Öffentlichkeit zu bleiben; mit dem dabei eingenommenen Geld soll punktuell konkrete Flüchtlingsarbeit im Burgenland unterstützt werden (statt "Haus der Flüchtlinge" in Rechnitz).
top
24. März 1996:
Benefizkonzert für Flüchtlingsarbeit im Burgenland: Paul Gulda spielt Werke von Beethoven, Chopin und Schostakowitsch in Eisenstadt/Schloss Esterházy;
Gerade jetzt soll in zeitgeschichtlichen Fragen sowie in solchen der Minderheiten- und Flüchtlingspolitik zur Wachsamkeit bzw. zum Mitdenken angeregt werden. RE.F.U.G.I.U.S glaubt an das Umdenken, an die Möglichkeit zur Veränderung durch sanfte aber unnachgiebige Aufklärung.
23. November 1996:
GENERALVERSAMMLUNG im OHO mit Statutenänderung; Ziele der Vereines sind ab jetzt:
- Erinnerung an die unaufgearbeiteten Gräuel der Naziherrschaft.
- Einrichtung eines Wohnobjekts und einer Anlaufstelle für Flüchtlinge im Burgenland.
- Beiträge zum Kulturleben, die zu oben genannten Themen und zur Region Bezüge aufweisen.
- Zusammenhänge sichtbar und fühlbar zu machen sowie eine "Kultur des Zusammenlebens" zu unterstützen.
- Vernetzung und Koordination von Aktivitäten zu gleichen oder ähnlichen Zielen.
- Aktivitäten, Veranstaltungen und Konzerte auf Landesebene. Damit soll in zeitgeschichtlichen Fragen und solchen der Minderheiten- und Flüchtlingspolitik zur Wachsamkeit bzw. zum Mitdenken angeregt werden.
Betreff Kreuzstadl:
Ziel = Landesmahnmal
Neuer Vorstand:
Paul Gulda (Vorsitzender), Christine Teuschler (Vors.-Stellvertreterin),
Evi Schwarzmayer (Schriftführerin), Erich Kovacs (Schriftf.-Stellvertreter),
Horst Horvath (Kassier), Birgit Schützenhofer (Kassier-Stellvertreterin),
Ludwig Popper (Beirat), Wolfgang R. Kubizek (Beirat - Musik)
Hans Anthofer und Fritz Kovacs (Rechnungprüfer)
top
24. März 1997
Benefizkonzert für Flüchtlingsarbeit im Burgenland / Eisenstadt, Schloss Esterházy Konzertabend und CD-Präsentation mit Werken von Josef Joachim, Wolfgang R. Kubizek, Wolfgang A. Mozart;
es spielen: Goldberg-Ensemble Wien, Veronika Hagen (Viola), Paul Gulda (Klavier).
6. April 1997
Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl / Rechnitz
In der Einladung steht zum ersten Mal folgender Text:
Am 24. März 1945 wurden 200 jüdische Zwangsarbeiter beim Kreuzstadl in Rechnitz von den Nationalsozialisten ermordet. In Österreich gibt es keinen staatlichen Gedenktag für die Opfer der Naziherrschaft. Die Israelitischen Kultusgemeinden von Wien und Graz sowie der Verein RE.F.U.G.I.U.S wollen - stellvertretend für alle jüdischen Opfer des Südostwallbaues - eine Tradition des jährlichen Gedenkens beim Kreuzstadl in Rechnitz begründen.
Eine gemeinsame Veranstaltung von RE.F.U.G.I.U.S und den Israelitischen Kultusgemeinden von Wien und Graz
10. Mai 1997
Benefizkonzert für Flüchtlingsarbeit im Burgenland / Oberpullendorf, Rathaus
Klavierabend mit Werken von Chopin, Debussy, Liszt, Mozart, Olah, Rachmaninov;
es spielt die rumänische Pianistin Catalina Butcaru.
20. Mai 1997
Termin RE.F.U.G.I.U.S (Horst Horvath, Christine Teuschler) bei Landesrätin Prets Betreff: Kreuzstadl als Landesmahnmal
Ergebnis:
Die Landesrätin spricht mit LH Stix über die prinzipielle Haltung des Landes; RE.F.U.G.I.U.S macht eine Kostenschätzung;
Weiteres Gespräch unter Beteiligung der IKG am Dienstag, 27. Mai 1997 - vor Beginn der Festveranstaltung "25 Jahre Österreichisches Jüdisches Museum".
27. Mai 1997
Gesprächstermin / Eisenstadt
zwischen RE.F.U.G.I.U.S, Israelitischer Kultusgemeinde und Land Burgenland
anwesend: Horst Horvath, Christine Teuschler, Präsident Paul Grosz, Amtsdirektor Avshalom Hodik, Landesrätin Christa Prets
Anliegen: Erklärung des Kreuzstadls zum Landesmahnmal
Ergebnis:
Grundsätzliche Einigung über das gemeinsame Anliegen, dass das derzeitige lokal orientierte "Mahnmal Kreuzstadl" zu einem zentralen Mahnmal für die Jüdischen Opfer des Südostwallbaus erklärt und erweitert wird.
Weitere Vorgangsweise:
- Ende September/Anfang Oktober: Gemeinsames Konzept (RE.F.U.G.I.U.S, IKG, Land Burgenland) mit Kostenschätzung über die weitere Ausgestaltung als überregionales Mahnmal.
- November: Offizieller Beschluss der Landesregierung (Kreuzstadl als überregionales Landesmahnmal) soll erwirkt werden.
- Dezember: Konkrete Vorbereitungen zur offiziellen Feier am 29. März 1998, wo in Anwesenheit von VertreterInnen des Landes Burgenland der Kreuzstadl zum "Landesmahnmal" erklärt wird.
- In der Folge: Jährliche Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl (gemeinsame Organisation von RE.F.U.G.I.U.S, IKG und Land Burgenland).
9. Oktober 1997
Gemeinsamer Gesprächstermin / Wien, IKG von RE.F.U.G.I.U.S, IKG und Land Burgenland
anwesend: Paul Gulda, Christine Teuschler, Marietta Torberg, Amtsdirektor Ashvalom Hodik, ORGR Josef Tiefenbach
Anliegen: Gemeinsames Konzept für ein Landesmahnmal Kreuzstadl Ergebnis:
Schriftliche Formulierung des Konzeptes bis November; vom Land Burgenland u.U. Übernahme der Errichtung eines Parkplatzes, Empfehlungsschreiben an alle betroffenen Gemeidnen (mit Bitte um Beteiligung in Form einer Baumspende), Pflege des Areals - u.U. hier Delegation an Gemeinde Rechnitz.
10. Dezember 1997
Benefizveranstaltung zum "Tag der Menschenrechte" / Eisenstadt, Schloß Esterházy
Konzert mit Lesung "Von der Sukka in die Gartenlaube" - Felix Mendelssohn-Bartholdy & Heinrich Heine - Deutsche, Juden, Romantik;
es wirken mit: Paul Gulda (Klavier), Doron Rabinovici (Rezitation), Daniela Gaets (Rezitation), Barbara Ulricca (Sopran).
Ein gemeinsamer Aktionstag von RE.F.U.G.I.U.S und SOS Mitmensch Burgenland
top
3. Februar 1998
Gesprächstermin RE.F.U.G.I.U.S und Land Burgenland
anwesend: Landeshauptmann Karl Stix, Landesrätin Prets, Büroleiter LH Klaus Trummer, Paul Gulda, Christine Teuschler
Betreff: Landesmahnmal Rechnitz
Vereinbarung:
Schaffung einer breiten Plattform, die die Idee eines Landesmahnmal in Rechnitz trägt (Initiative von Landeshauptmann Stix).
29. März 1998
Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl / Rechnitz
In Anwesenheit von Oberrabiner Chaim Eisenberg und Oberkantor Shmuel Barzilai; es spricht Dr. Szabolcs Szita.
Eine gemeinsame Veranstaltung von RE.F.U.G.I.U.S und dem Bundesverband Israelitischer Kultusgemeinden
22. Juli 1998
Konzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Staates Israel / Oberschützen, Kultur- und Hochschulzentrum
Klavier- und Violinabend mit Werken von Eisler, Schönberg, Ben Haim und Achron; es spielen: Hagai Shaham (Violine) und Thomas Larcher (Klavier).
Eine gemeinsame Veranstaltung von RE.F.U.G.I.U.S und der Kulturvereinigung Oberschützen
4. Oktober 1998
Informeller Gesprächstermin / Rechnitz zwischen RE.F.U.G.I.U.S und einigen Gemeinderatsmitgliedern der SPÖ-Rechnitz hinsichtlich weiterer Vorgangsweise in der Sache Kreuzstadl und Landesmahnmal.
Ergebnis: Gespräche von RE.F.U.G.I.U.S mit den einzelnen Gemeinderatsfraktionen.
15. November 1998
Gesprächstermin / Rechnitz von RE.F.U.G.I.U.S (VertreterInnen: Paul Gulda, Christine Teuschler) mit der FPÖ-Gemeinderatsfraktion
Betreff: Kreuzstadl als Landesmahnmal
Ergebnis: Wenn die Initiative vom Land ausgeht und RE.F.U.G.I.U.S nicht im Vordergrund steh, sollte eine Widmung des Mahnmals Kreuzstadl für alle Opfer beim Südostwallbau kein Problem sein;
FPÖ-VertreterInnen werden das in ihrer Partei besprechen;
RE.F.U.G.I.U.S führt noch mit den beiden anderen Fraktionen Gespräche;
danach sollte es eine überfraktionelle Besprechung (z.B. im Gemeindevorstand) geben, u.U. auch Einladung zu einem Gespräch an VerteterInnen von RE.F.U.G.I.U.S oder IKG.
Wunsch seitens der FPÖ, wenn März-Symposium stattfindet, auch eine Veranstaltung in Rechnitz.
5. Dezember 1998
Gesprächstermin / Rechnitz von RE.F.U.G.I.U.S (VertreterInnen: Paul Gulda, Christine Teuschler) mit der SPÖ-Gemeinderatsfraktion
Betreff: Kreuzstadl als Landesmahnmal
Ergebnis:
Teil der Anwesenden finden nichts gegen die Idee eines Landesmahnmales, aber erst Diskussion mit den anderen Fraktionen notwendig;
Vorschlag von RE.F.U.G.I.U.S - zur Entscheidungsfindung noch jemanden einladen - z.B. von der IKG oder Bürgermeister von Lackenbach (weil Lackenbacher Mahnmal für Roma ähnlich der Idee "Landesmahnmal" in Rechnitz).
26. Oktober - 18. Dezember 1998
Projekt "das ganz normale", das die Problematik von bestehenden Rassismen und Vorurteilen in unserer Gesellschaft thematisiert.
Projektteile:
Plakataktion in Oberwart, 26. Oktober - 18. Dezember 1998,
das ganz normale BILD
Interviews in Oberwart, November - Dezember 1998,
das ganz normale GESPRÄCH
Ausstellung und Projektpräsentation, 10. - 18. Dezember 1998, das ganz normale
10. Dezember 1998, OHO
Ausstellungseröffnung, Willi Resetarits alias Dr. Kurt Ostbahn
TonBildCollage, "vergaß ich doch, dich noch zu fragen ..." (Musik und Gestaltung: Wolfgang R. Kubizek; Gestaltung: Andreas Lehner; Dias: Hans Wetzelsdorfer)
das ganz normale MAHL
11. Dezember 1998, OHO, Buchpräsentation "Last der Erinnerungen", Wolfgang Krug
17. Dezember 1998, OHO, Vortrag "Renaissance von Rassismus", Doris Sottopietra
18. Dezember 1998, OHO, Tagung (Impulsreferate, Arbeitskreise, Podiumsdiskussion)
und Konzert "Janus Ensemble Wien" Internetprojekt, das ganz normale im Internet.
Ein gemeinsames Projekt der Burgenländischen Volkshochschulen und SOS Mitmensch Burgenland mit RE.F.U.G.I.U.S
17. Dezember 1998:
GENERALVERSAMMLUNG im OHO
Betreff Kreuzstadl:
Ziel = zentrales Landesmahnmal für alle Opfer des Südostwallbaus; Start einer Unterschriftenaktion für eine entsprechende Plattform; Planung eines Symposiums im Rahmen der nächsten Gedenkfeier im März 1999 zum Thema "Südostwallbau und letzte Kriegstage im Gebiet des heutigen Burgenlandes" und "Formen des Gedenkens"
Neuer Vorstand:
Paul Gulda (Vorsitzender), Christine Teuschler (Vors.-Stellvertreterin),
Evi Schwarzmayer (Schriftführerin), Wolfgang R. Kubizek (Schriftf.-Stellvertreter),
Horst Horvath (Kassier), Birgit Schützenhofer (Kassier-Stellvertreterin),
Hans Anthofer und Ludwig Popper (Rechnungprüfer)
top
27. März 1999:
Symposium “gedenkwürdig - südostwallbau und formen des gedenkens”. Themenbereiche: “Südostwallbau und die letzten Kriegstage im Gebiet des heutigen Burgenlandes” - mit Leopold Banny, Dr. Eleonore Lappin, Dr. Szabolcs Szita, Mag. Michael Achenbach.
“Das Umgehen mit der Vergangenheit und Tabus heute” - mit Univ. Prof. Dr. Klaus Ottomeyer, Mag. Doron Rabinovici, LPr. DDr. Erwin Schranz, LR Christa Prets, Bgm. Ing. Heinrich Dorner, Helmut Edelmayr, Paul Gulda, Elisabeth Ponger, Walter Reiss.
Konzert und Lesung: Ensemble “Jósika utca” und Lesung mit Rudolf Buczolich und Christian Pogats.
Ausstellung: Gemälde von Gerhard L. Neumarkt
“Licht vom Gelben Stern” von Robert O. Fisch (Texte und Bilder eines Holocaust-Überlebenden)
28. März 1999:
Gedenken, Lesung und Referat
Gedenkfeier für die Opfer des Südostwallbaus beim Kreuzstadl mit Oberrabbiner Chaim Eisenberg, Oberkantor Shmuel Barzilai, VertreterInnen des Landes Burgenland und der Kirchen.
Referat: “Die letzten Kriegstage auf burgenländischem Gebiet und das Schicksal der hier lebenden Bevölkerung” - Dr. Fred Sinowatz
Lesung: aus Interviews mit RechnitzerInnen - Maria Urban und Paul Gulda
7. Juli 1999:
Konzert in der Röm. Kath. Kirche Rechnitz mit Werken von Schuhmann, Ravel, Tschaikowsky, Brahms, Einem; es spielen Patricia Kopatschinkkaja (Violine) und Paul Gulda (Klavier)
4. September 1999:
“Auf den Spuren der jüdischen Gemeinde von Lackenbach” mit Leopold Banny.
7. Oktober 1999:
Kooperationspartner bei der Benefizveranstaltung für die Restaurierung der während des Nationalsozialismus verwüsteten Synagoge von Kobersdorf.
“Der Golem geht um” - Jüdische Lieder und Geschichten mit Fritz Muliar und Schmuel Barzilai sowie Aljoscha Biz (Violine) und Isaak Loberan (Piano, Kontrabass).
1. Dezember 1999:
Verleihung des “Ludo-Hartmann-Preises” für “das ganz normale”. Ein gemeinsames Projekt der Burgenländischen Volkshochschulen und SOS Mitmensch Burgenland mit RE.F.U.G.I.U.S.
top
25. März 2000:
Ausstellung und Tagung in Oberwart “zweierlei gedenken”
Ausstellung “zweierlei gedenken” - Eine vergleichende Fotodokumentation: Kriegerdenkmäler für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges und Denkmäler zur Erinnerung an die Opfer von Verfolgung und Widerstand des Nationalsozialismus im Burgenland.
Tagung “zweierlei gedenken”:
Mag. Gerhard Baumgartner, Jenseits von Gut und Böse. Hysterische und neurotische Diskurse über den Holocaust.; Univ.Prof. Dr. Peter Gstettner, Politik mit der Erinnerung.; Univ. Doz. Dr. Siegfried Mattl, Schuld und Verzeihen. Erinnerungsarbeit als aktives Vergessen.
26. März 2000
Gedenken in Rechnitz beim Kreuzstadl
Gedenkfeier für alle Opfer beim Südostwallbau mit Oscar Deutsch (Israelitische Kultusgemeinde, Wien) Sieglinde Pfänder (Pfarrerin in Rechnitz als Vertreterin von Superintendentin Gertraud Knoll), Paul Iby (Diözesanbischof), Ernö Lazarovics (Israelitische Kultusgemeinde, Budapest) und Oberkantor Shmuel Barzilai
24. März - 5. Mai 2000
das ganz normale II Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
24. März bis 28. April 2000 “Postkartenaktion” in Oberwart
5. Mai 2000 Tagung “grenze zu fremd” mit Gustav Lebhart, Die Österreicher und ihre Fremden.; Hans Georg Zilian, Jugend und Rechtsorientierung in der österreichischen Provinz.; Franjo Schruiff, Rassismus gegen Minderheiten.; anschließend Podiumsdiskussion mit den Referenten, Michael Racz (Bürgermeister von Oberwart) und Rudi Sarközi (Kulturverein österreichischer Roma)
4. - 8. April 2000
“Alles Schweigen” (ein Film von Michael Zuzanek und Gudrun Waltensdorfer)
Film und Diskussion
24. April 2000
Spurensuche im Bezirk Oberwart - Eine Gedenkstättenreise
7. Mai 2000
Präsentation der Ausstellung “zweierlei gedenken” in Mauthausen anlässlich der Befreiungsfeier
Mai 2000
Ausstellung “zweierlei gedenken” in der HAK Oberpullendorf;
Schreiben des Landesschulrates für das Burgenland an alle Schulen: Empfehlung der Ausstellung “zweierlei gedenken” und des Angebotes von RE.F.U.-G.I.U.S. gemeinsam mit den SchülerInnen an Projekten zum Thema zu arbeiten
Oktober 2000
Ausstellung “zweierlei gedenken” in der HBLA Güssing, 3 Diskussionsveranstaltungen mit SchülerInnen der Schule
29. Juni 2000
“Rede an den kleinen Mann” von Wilhelm Reich, ein Gastspiel des Schauspielhauses Graz
anschließend Impulsreferat und Diskussion mit Mag. Christian Kraxner, “Der autoritäre Populismus in der aktuellen österreichischen Politik”
top
24. März 2001
Tagung “verschwiegene Familiengeschichte” mit Dr. Margit Reiter (Vom Schweigen und Erzählen), Mag. Gertraud Benke (Strategien der Unwissenheit), Dr. Vladimir Wakounig (Brüche in Kärntner Familiengeschichten und Dr. Karl Fallend (Unbewusste Zeitgeschichte). Anschließend Diskussion: Von der Schwierigkeit und Notwendigkeit des Generationendialogs.
25. März 2001
Gedenkfeier beim Kreuzstadl in Rechnitz für alle Opfer des Südostwallbaus mit Judita Hruza (Zeitzeugin), Ludwig Popper (REFUGIUS), Gerard Sonnenschein (Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Graz), Gertraud Knoll (Superintendentin), Oberkantor Shmuel Barzilai, Chor des Zweisprachigen Gymnasiums Oberwart
Buchpräsentation und Lesung (GH Cserer Rechnitz): “Rechnitzer Geschichten”, Eva Schwarzmayer, Moderation: Dr. Ludwig Popper, Lesung: Johanna Tomek
10. November 2001:
Generalversammlung
Betreff Kreuzstadl: weitere Ausgestaltung des Areals
Neuer Vorstand: Paul Gulda und Ludwig Popper (Vorsitzende), Christine Teuschler (Vors.-Stellvertreterin), Eva Schwarzmayer (Schriftführerin), Wolfgang R. Kubizek (Schriftf.-Stellvertreter), Horst Horvath (Kassier), Birgit Schützenhofer (Kassier-Stellvertreterin), Hans Anthofer und Erich Kovacs (Rechnungsprüfer)
top
23. März 2002
Tagung “Auschwitz ist eine Stadt in Polen - Stigmatisierte Orte oder Lernorte für die Zukunft” mit Dr. Peter Gstettner (Orte mit historischer Belastung), Dr. Bertrand Perz (Opferausschluss und Sinnstiftung, Dr.Jörg Wollenberg(Ahrensbök - Erinnerungsmale einer deutschen Kleinstadt), Jan Parcer (Über die Schwierigkeit des Umgangs mit der Geschichte in Oswiecim), DI Helmut Strobl (Der Neubau der Grazer Synagoge - ein Akt der Wiedegutmachung, oder mehr?), abschließend Podiumsdiskussion mit politischen VertreterInnen (Josko Vlasich und Andrea Gottweis (Abg. zum Burgenländischen Landtag), Walter Hofstätter (Gemeinde Mauthausen), Norbert Fick (Ahrensbök)
24. März 2002
Gedenkfeier beim Kreuzstadl in Rechnitz für alle Opfer des Südostwallbaus mit Paul Gulda (REFUGIUS), Pfarrer Mag. Manfred Koch und dem Chor des Zweisprachigen Gymnasiums Oberwart
26. April 2002
“weiter leben - eine Jugend”
Theaterstück nach dem Buch von Ruth Klüger. In Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart
|