Was bisher geschah
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1987
Erste Initiative zur Errichtung eines Mahnmals zum Gedenken an die rund 180 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter, die im März 1945 beim Kreuzstadl in Rechnitz von den Nazis ermordet und an Ort und Stelle verscharrt wurden.
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1989
Antifa-Ausstellung „Naziherrschaft und was uns blieb“ im Offenen Haus Oberwart, in der an die Opfer der Naziherrschaft in Rechnitz erinnert und für sie die Errichtung einer Gedenk- und Erinnerungsstätte gefordert wird.
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1990
Schriftlicher Aufruf eines Personenkomitees an alle Rechnitzer Haushalte, in dem um Mithilfe bei der Suche nach dem Massengrab gebeten wird.
Margareta Heinrich und Eduard Erne beginnen mit den Recherchen für ihren Film Totschweigen, der die Suche nach den verscharrten Opfern dokumentieren soll.
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1991
Erstes Benefizkonzert von Paul Gulda und Freunden zum Gedenken an die 180 ermordeten jüdischen Zwangsarbeitern. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt einem sogenannten Haus der Flüchtlinge in Rechnitz zugute, wodurch eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen werden soll.
Bildung einer Initiativgruppe, die sich den Aufgabenstellungen Gedenken an die Opfer der Naziherrschaft in Rechnitz sowie Errichtung eines Hauses der Flüchtlinge in Rechnitz - mittels Durchführung kultureller Benefizveranstaltungen - widmet; die Rechnitzer Flüchtlings- Und Gedenkinitiative Und Stiftung - RE.F.U.G.I.U.S (dieser Name ist nicht nur eine Abkürzung, sondern auch eine Anlehnung an das lateinische Wort "refugium" = Zufluchtsort) entsteht.
Am 2. November 1991 wird ein Gedenkstein für die Opfer des Kreuzstadlmassakers vom März 1945 und für vier Rechnitzer Widerstandskämpfer im Schlosspark von Rechnitz enthüllt.
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1992
Konstituierung des Vereines RE.F.U.G.I.U.S. mit den Zielen:
- Erinnerung an die unaufgearbeiteten Gräuel der Naziherrschaft.
- Einrichtung eines für Rechnitz passenden Wohnobjekts und einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in Rechnitz
- Ein Rechnitzer Kulturleben, das zu diesem Thema und zur Region Bezüge aufweist.
- Diese Zusammenhänge sichtbar und fühlbar zu machen sowie eine Kultur des Zusammenlebens zu entwickeln.
- Vernetzung und Koordination von Aktivitäten zu gleichen oder ähnlichen Zielen.
Im selben Jahr Formierung der Kreuzstadl-Initiative innerhalb von RE.F.U.G.I.U.S auf Anregung des burgenländischen Bildhauers Karl Prantl und Marietta Torbergs, die sich zur Aufgabe stellt, die Ruine des Kreuzstadls zu erwerben und vor einem weiteren Verfall zu bewahren.
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1994
Ankauf des Kreuzstadls durch die Kreuzstadl-Initiative nach einer entsprechenden Spendensammelaktion.
Am 14. November 1993 wird das Mahnmal "Kreuzstadl" im Rahmen einer Gedenkfeier dem Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden übergeben.
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1995
Am 24. März 1995 hat im Offenen Haus Oberwart das fiktive Stück „März. Der 24.“ von Peter Wagner Premiere, in dem es um den Massenmord beim Kreuzstadl in Rechnitz geht.
Am 26. März 1995 findet anlässlich des 50sten Jahrestages des Massakers beim Kreuzstadl eine Gedenkveranstaltung statt. Die Enthüllung eines Gedenksteins an dieser Stelle soll das Mahnmal Kreuzstadl ergänzen.
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1996
RE.F.U.G.I.U.S - GENERALVERSAMMLUNG mit Statutenänderung; Ziele der Vereines sind ab jetzt:
- Erinnerung an die unaufgearbeiteten Greuel der Naziherrschaft.
- Einrichtung eines Wohnobjekts und einer Anlaufstelle für Flüchtlinge im Burgenland.
- Beiträge zum Kulturleben, die zu oben genannten Themen und zur Region Bezüge aufweisen.
- Zusammenhänge sichtbar und fühlbar zu machen, sowie eine Kultur des Zusammenlebens zu unterstützen.
- Vernetzung und Koordination von Aktivitäten zu gleichen oder ähnlichen Zielen.
- Aktivitäten, Veranstaltungen und Konzerte auf Landesebene. Damit soll in zeitgeschichtlichen Fragen und solchen der
Minderheiten- und Flüchtlingspolitik zur Wachsamkeit bzw. zum Mitdenken angeregt werden.
Betreffend Kreuzstadl wird erstmals das Ziel Erklärung des Kreuzstadls zu einem Landesmahnmal formuliert.
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1997
In der Einladung zur Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl wird zum erstenmal darauf hingewiesen, dass der Bundesverband Israelitischer Kultusgemeinden sowie der Verein RE.F.U.G.I.U.S - stellvertretend für alle jüdischen Opfer beim Südostwallbau - eine Tradition des jährlichen Gedenkens beim Kreuzstadl in Rechnitz begründen wollen.
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1998
Im März findet wieder eine Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl statt.
Es finden Gespräche auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene hinsichtlich des Anliegens eines zentralen Mahnmals für alle Opfer beim Südostwallbau statt.
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1999
Die diesjährige Gedenkveranstaltung beim Kreuzstadl wird in ein Symposium zum Thema Gedenkwürdig - Südostwallbau und Formen des Gedenkens eingebunden.
Start einer Unterschriftenaktion Plattform „Zentrales Mahnmal Kreuzstadl für alle Opfer beim Südostwallbau.“
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2000
Am Vortag der Gedenkfeier findet das Symposium „zweierlei gedenken“ statt, unter dem selben Titel wird eine Ausstellung im Stadtpark von Oberwart gezeigt und in der Folge auch an mehreren burgenländischen
Schulen. Die Aktion „Baumpatenschaft“ wird gestartet. Burgenländische Gemeinden und Privatpersonen übernehmen symbolisch Baumpatenschaften zum Grundstücksankauf für ein „Mahnmal Kreuzstadl für alle Opfer beim Südostwallbau“.
Mahnmal Kreuzstadl für alle Opfer beim Südostwallbau
Opfer gab es nicht nur in Rechnitz beim Kreuzstadl. In vielen grenznahen Orten und entlang des Verlaufs des so genannten Südostwalls - auch auf ungarischem Gebiet - kamen Menschen beim Bau oder auf Transporten zu Tode. Dieser Menschen soll durch die Erweiterung des bestehenden Mahnmales Kreuzstadl gedacht werden.
Dazu war ein weiterer Grundstücksankauf notwendig. Das Areal wurde durch Anpflanzung von Bäumen umfriedet und dadurch zu einem geschützten Ort des Gedenkens an alle Opfer beim Südostwallbau.
Helfen Sie durch die Übernahme einer oder mehrerer Baumpatenschaft/en (eine Baumpatenschaft € 73,00; zwei Baumpatenschaften € 145,00,-;...) bei diesem Vorhaben mit.
Konto: Kennwort “RE.F.U.G.I.U.S - Baumpatenschaft”, CA Oberwart, BLZ 11000, Konto 0185-39791/00
Adresse: A-7400 Oberwart, Schlainingerstraße 4/ 1, tel: 0 33 52/ 33 940 oder 0 664/ 40 16 420, fax: 0 33 52/ 34 685
e-mail: info@refugius.at
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2001
Thema des Symposiums im März ist „verschwiegene Familiengeschichte“. Bei der Gedenkfeier wird das nun mit Ahornbäumen umfriedete Kreuzstadlareal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Bei der Gedenkfeier beim Kreuzstadl wird. Judita Hruza (heute USA), eine Überlebende der Todesmärsche, ist Hauptrednerin.
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2002
Veranstaltungen im März : “Auschwitz ist eine Stadt in Polen - stigamtisierte Orte oder Lernorte für die Zukunft“ mit internationaler Beteiligung und Gedenkfeier beim Kreuzstadl.
Überlegungen zur Ausgestaltung des Kreuzstadlareals.
Überlebende der Todesmärsche, ist Hauptrednerin.
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2003
März 2003
Veranstaltungsreihe
7. März 2003
Ausstellungseröffnung und Lesung von Vladmir Vertlib
Einleitende Worte zur Ausstellung: Univ.Prof. Dr. Jörg Wollenberg (Erziehungswissenschafter und Historiker - Bremen)
7. März bis 23. März 2003
Ausstellung "A Letter To Debbie"
13. März 2003, 19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung und Vortrag: Vertreibung/ Leben im Exil von Dr. Ludwig Popper
13. März bis So. 23. März 2003
Ausstellung Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland. Eine Spurensicherung
Rathaus, Hauptplatz 9, Oberwart
15. März 2003
Konzert
Paul Gulda und Freunde
22. März 2003
Symposium
weiter denken - Die Zukunft des Erinnerns
Rathaussaal, Hauptplatz 9, Oberwart
23. März 2003
Gedenken
für alle Opfer beim Südostwallbau
Mahnmal Kreuzstadl Rechnitz
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2004
20. März 2004
Tagung
was gestern sein wird. Wege zum Erinnern
21. März 2004
Gedenken
Gedenkfeier
für alle Opfer des Südostwallbaus Rechnitz Kreuzstadl
1. - 19. März 2004
Ausstellung "Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland. Eine Spurensicherung"
im Zweisprachigen Gymnasium Oberwart
26. März 2004
Konzert
Paul Gulda und Impression 3
Rathaussaal, Hauptplatz 9, Oberwart
6. September 2004
Generalversammlung
Neuwahl des Vorstandes:
Vorsitzende: Paul Gulda, Dr. Ludwig Popper, Vorsitzende Stvin.: Dr. Christine Teuschler, Schriftführerin: Mag. Eva Schwarzmayer, Schriftführerin Stv.: Wolfgang R. Kubizek Kassier: Horst Horvath, Kassier Stvin: Birgit Schützenhofer, Rechnungsprüfer: Hans Anthofer, Erich Kovacs
März bis Nov. 2004
2 Deutschkurse für insgesamt 26 Asylanten und Asylwerber in Rechnitz
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