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RE.F.U.G.I.U.S. INFORMATIONEN und ERLAGSCHEINE
Mahnmal Kreuzstadl:
RE.F.U.G.I.U.S,
A-7400 Oberwart
Raingasse 9b
tel: 0 664/ 91 94 904
fax: 0 33 52/ 34 685
e-mail: info@refugius.at

Mahnmal
für alle Opfer
beim Südostwallbau

In den letzten Kriegsmonaten 1945 forderte der Bau des so genannten Südostwalles diesseits und jenseits der burgenländischen Grenze zahlreiche Opfer. Dieser Menschen soll durch Schaffung eines zentralen Mahnmales beim Kreuzstadl in Rechnitz gedacht werden.
Seit 1991 setzt sich die REchnitzer Flüchtlings- Und GedenkInitiative (RE.F.U.G.I.U.S) unter ihrem Vorsitzenden Paul Gulda dafür ein, dass der Kreuzstadl in Rechnitz, in dessen Nähe im März 1945 rund 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet und an Ort und Stelle verscharrt wurden, als Mahnmal erhalten bleibt. Durch eine private Spenden-Initiative von Marietta Torberg, Karl Prantl und David Axmann war es 1993 möglich, die Ruine des Kreuzstadls zu erwerben und an den Bundesverband Israelitischer Kultusgemeinden zu übergeben. In der Zwischenzeit ist diese Ruine zu einem beeindruckenden Symbol des Gedenkens geworden. Weil bis zum heutigen Tag das tatsächliche Massengrab in Rechnitz nicht gefunden wurde, gewinnt das Mahnmal Kreuzstadl anstelle eines Grabmales an zusätzlicher Bedeutung. Dabei erscheint dieser Ort - mit seinem einzigartigen suggestiven Charakter - zur Schaffung eines Mahnmales für alle Opfer des Südostwallbaus als besonders geeignet.
Für die Gemeinde Rechnitz könnte dabei gerade die Tatsache von Interesse sein, dass nicht nur der Opfer beim Kreuzstadl, sondern der Leiden aller Zwangsarbeiter und einheimischen Zwangsverpflichteten gedacht werden soll. Durch einen solchen Schritt und die Einbindung anderer Gemeinden könnte die einseitig empfundene Belastung von Rechnitz genommen werden, immer wieder allein als DER Ort dazustehen, wo diese schrecklichen Morde passiert sind. Dieses Mahnmal kann und sollte aufzeigen, dass in vielen größeren und kleineren Orten entlang der Grenze und des Verlaufs des so genannten Südostwalls, Menschen - auch teils auf ungarischem Gebiet - beim Bau oder auf Transporten zu Tode kamen. Es gab nicht nur Rechnitz.

Ein Mahnmal Kreuzstadl, das auch der Leiden aller ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter gedenkt, ist zudem eine besondere Geste gegenüber dem ungarischen Nachbarn. Gerade in Zeiten, in denen immer wieder das Zusammenwachsen Europas beschworen wird, ist das eine Möglichkeit der Zeichensetzung dahingehend, dass wir alle Opfer im Sinne eines Niemals Wieder in Erinnerung behalten wollen, auch über Staatsgrenzen hinweg.
Um den Bogen zur Gegenwart zu spannen, eignet sich diese Stätte auch als ein Ort - im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltungen - an dem jeweils RednerInnen zu gegenwärtigen, ethnisch und religiös begründeten Konflikten, um Verfolgung und Vertreibung heute aufzeigen.

Ausführliche Informationen rund um die Geschehnisse beim Kreuzstadl erhalten sie auf www.kreuzstadl.net

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